Curry & Pizza Erbach
← Zur Startseite & Online-Bestellung
Blog · Unterwegs in Erbach

Stadtmitte Erbach im Odenwald: 6 schöne Plätze & Fotospots

Kopfsteinpflaster, Fachwerk, ein Schloss mit 67-Meter-Turm und ein Fluss mitten durch die Stadt. Wir haben die Erbacher Stadtmitte an einem Septemberabend fotografiert – und verraten, von wo aus du die schönsten Motive bekommst.

Veröffentlicht am 18. September 2026 · Fotos: eigene Aufnahmen

Erbach im Odenwald hat rund 14.000 Einwohner – und eine Stadtmitte der kurzen Wege. Zwischen Marktplatz, Schlossplatz und der Mümling liegen jeweils nur ein paar Schritte. Die wichtigsten Stationen lassen sich bei einem Rundgang in etwa 30 bis 45 Minuten verbinden, ohne dass man dazwischen einmal das Auto bewegen müsste. Auf engem Raum stehen dabei mehrere Jahrhunderte Baugeschichte nebeneinander.

Wir sind an einem späten Septembernachmittag mit der Kamera losgezogen. Herausgekommen sind sechs Stellen, an denen sich das Anhalten lohnt – mit dem, was dahintersteckt, und einem konkreten Fototipp zu jeder.

1. Marktplatz und Altes Rathaus: der Startpunkt

Der Marktplatz ist das Wohnzimmer von Erbach. Rundherum stehen Fachwerkhäuser, in der Mitte liegt die große Fläche aus rotem Sandsteinpflaster, und im Zentrum das Alte Rathaus mit seinem hohen Rundbogen-Durchgang. Das Erbacher Rathaus wurde 1545 erbaut. Im Nachbargebäude mit den Blumenkästen sitzt heute die Touristik-Information – der beste erste Stopp, wenn du zum ersten Mal in Erbach bist.

Über den Dächern erhebt sich der Turm der evangelischen Stadtkirche mit seiner geschwungenen Haube. Die heutige Stadtkirche wurde 1750 eingeweiht; ihre Sauer-Orgel stammt aus dem Jahr 1899.

Marktplatz in Erbach im Odenwald mit Altem Rathaus, Touristik-Information, Fachwerkhaus und Turm der Stadtkirche

Der Marktplatz am frühen Abend: Altes Rathaus mit Durchgang, Touristik-Information und dahinter der Turm der Stadtkirche

Fototipp: Stell dich an den Rand des Platzes und richte die Kamera so aus, dass Altes Rathaus, Touristik-Information und Kirchturm möglichst auf einer Linie liegen. Nimm im Vordergrund viel Pflaster mit – das gibt dem Bild Tiefe. Am schönsten ist das Licht am späten Nachmittag, wenn die Fassaden warm werden. Für Familien: Der Platz ist autofrei, Kinder können hier frei laufen.

2. Das Standbild des Grafen Franz I.

Ein paar Schritte weiter steht auf einem roten Sandsteinsockel eine Bronzefigur im römischen Gewand, umgeben von einem schmiedeeisernen Zaun und einem Blumenbeet. Das ist Graf Franz I. zu Erbach-Erbach (1754–1823), eine der wichtigsten Figuren der Erbacher Stadtgeschichte.

Franz I. reiste mehrfach nach Italien und brachte von dort eine umfangreiche Antikensammlung mit – Marmorskulpturen, Vasen, Kleinbronzen –, die bis heute im Schloss zu sehen ist. Vor allem aber ist sein Name mit dem Handwerk verbunden, für das Erbach bekannt wurde: 1783 gilt mit seinem Zunftdekret als Geburtsstunde der Erbacher Elfenbeinschnitzerei. Im 19. Jahrhundert wurde daraus ein bedeutender Wirtschaftszweig der Stadt.

Standbild des Grafen Franz I. zu Erbach-Erbach in römischer Toga auf rotem Sandsteinsockel am Marktplatz Erbach, dahinter Fachwerkhäuser und Cafés

Graf Franz I. in römischer Toga – hinter ihm die Fachwerkfassaden und Cafés der Stadtmitte

Fototipp: Geh in die Hocke und fotografiere von unten nach oben. Dann steht die Figur frei vor dem Himmel, statt in den Dächern zu verschwinden – und die Fachwerkhäuser mit den Sonnenschirmen bilden einen natürlichen Rahmen. Ein Stativ brauchst du hier nicht.

3. Der Schlossplatz: viel Platz, viel Pflaster

Vom Marktplatz öffnet sich der Blick auf den Schlossplatz – eine weite, autofreie Fläche aus buntem Kopfsteinpflaster. Auf der einen Seite Fachwerk und Cafétische, auf der anderen die lange rosa-cremefarbene Front des Schlosses. Dazwischen steht eine mächtige alte Konifere, die an heißen Tagen der beste Schattenplatz der Stadt ist.

Weiter Schlossplatz in Erbach im Odenwald mit Kopfsteinpflaster, der Front von Schloss Erbach und Fachwerkhäusern mit Cafés

Der Schlossplatz: rechts das Schloss, links die Fachwerkzeile mit den Cafés – dazwischen viel freie Fläche

Fototipp: Das ist der Platz für das Weitwinkelbild. Geh tief runter, nimm viel Pflaster ins Bild und lass die Schlossfront von rechts nach links in die Tiefe laufen. Frühmorgens oder am Abend ist der Platz fast leer. Für Familien bietet er viel freie Fläche zum Laufen.

4. Schloss Erbach und der 67-Meter-Bergfried

Das Schloss Erbach ist das Wahrzeichen der Stadt. Der Bau wurde ab 1736 auf den Fundamenten einer mittelalterlichen Burg neu errichtet; die neubarocke Überformung der Außenfassade erfolgte später. Geplant war eine Dreiflügelanlage – gebaut wurde am Ende nur der Mitteltrakt, den man heute sieht.

Der dunkle, spitze Turm dahinter ist älter als alles andere: Der Bergfried stammt aus der Zeit um 1200. Er misst 67 Meter und hat neun Geschosse; einzelne Buckelquader wiegen bis zu vier Tonnen. Seinen gotischen Turmhelm bekam er 1497.

Im Schloss sind die Gräflichen Sammlungen zu sehen – Antiken, Rüstungen, Waffen und die bekannte Geweihsammlung. Seit 2016 ist außerdem das Deutsche Elfenbeinmuseum im Schlossgebäude untergebracht; es ist nach Angaben der Stadt Erbach das einzige Spezialmuseum seiner Art in Europa. Gleich nebenan liegt der Lustgarten mit der spätbarocken Orangerie, 1989 nach dem barocken Gartenplan von 1722 wiederhergestellt.

Fassade von Schloss Erbach im Odenwald mit dem Bergfried, bronzener Hirschfigur am Zaun und Kopfsteinpflaster im Vordergrund

Die Schlossfront mit dem Bergfried dahinter – der bronzene Hirsch am Zaun erinnert an die Jagdtradition des Hauses Erbach

ℹ️ Gut zu wissen: Schloss und Elfenbeinmuseum sind nur mit Eintritt bzw. im Rahmen einer Führung zu besichtigen, und die Zeiten ändern sich saisonal. Aktuelle Öffnungszeiten stehen beim Deutschen Elfenbeinmuseum und bei der Touristik-Information Erbach. Der Schlossplatz selbst ist frei zugänglich.

5. Die Mümling: Wasserrad, Wehr und ein Stück Ruhe

Mitten durch Erbach fließt die Mümling. In der Innenstadt ist der Fluss zwischen alte Sandsteinmauern gefasst. An einer Stelle stürzt das Wasser über ein hölzernes Wehr, gegenüber dreht sich am Gebäude ein großes Wasserrad – ein sichtbarer Rest aus der Zeit, als die Wasserkraft der Mümling hier Mühlen antrieb.

Auf der einen Uferseite verläuft ein gepflasterter Weg mit Bänken unter Bäumen. Das ist die ruhigste Ecke der Stadtmitte: Man hört das Wasser über das Wehr laufen und ist doch nur einen Steinwurf vom Marktplatz entfernt.

Die Mümling in Erbach im Odenwald zwischen Sandsteinmauern, mit hölzernem Wehr, altem Wasserrad und Uferweg mit Bänken

Die Mümling zwischen Sandsteinmauern: links der Uferweg mit Bänken, rechts das alte Wasserrad am Wehr

Fototipp: Von der Brüstung aus fotografieren und das Wehr mittig setzen – die Mauern links und rechts führen das Auge dann von selbst nach hinten. Bei ruhigem Wasser spiegeln sich die Bäume sauber in der Oberfläche.

6. Der Blick von der Brücke – und einer von oben

Der vielleicht typischste Erbach-Blick ergibt sich von der Brücke über die Mümling: links die Fachwerkhäuser mit Erker und Stadtwappen, direkt über dem Wasser auf Sandsteinmauern gebaut, dahinter der helle Turm der Stadtkirche, rechts noch ein Fachwerkgiebel – und unten die Mümling, die flach über die Steine läuft.

Blick von der Brücke in Erbach auf Fachwerkhäuser mit Erker direkt an der Mümling und den Turm der evangelischen Stadtkirche

Von der Brücke aus: Fachwerk direkt am Wasser, dahinter der Turm der Stadtkirche

Und wer den Überblick will, geht ein Stück die Bahnstraße hinauf Richtung Bahnhof. Von dort oben schaut man über die Dächer der Stadtmitte hinweg auf das lange Schlossdach, den Bergfried mit der Erbacher Fahne – und dahinter auf den bewaldeten Höhenzug des Odenwalds. Ein Bild, das zeigt, warum Erbach so geschlossen wirkt: Die Stadt liegt in einer Mulde, und ringsum steht der Wald.

Blick von der Bahnstraße über die Dächer von Erbach auf das Schlossdach, den Bergfried mit Fahne und die bewaldeten Hügel des Odenwalds

Von der Bahnstraße aus über die Dächer: Schlossdach, Bergfried mit Fahne und dahinter der Odenwald

Fototipp: Hier lohnt sich das Zoomen. Wenn du den Bergfried formatfüllend nimmst, rückt der bewaldete Hang optisch näher heran – und die Stadt wirkt noch stärker eingebettet. Das Licht ist am besten kurz vor Sonnenuntergang.

Übrigens: Nördlich des Schlosses beginnt das „Städtel“, der historische Stadtkern mit alten Burgmannenhöfen und Fachwerkhäusern – darunter das Tempelhaus und die Habermannsburg. Wer mehr Zeit hat, nimmt diese Gassen mit. Die ausführlichere Runde mit allen Stationen beschreiben wir in unserem Altstadt-Spaziergang durch Erbach mit Schloss, Elfenbeinmuseum und Schlossgarten.

Praktisches für deinen Besuch

Und wenn der Hunger kommt

Nach zwei Stunden Pflaster, Fotos und Treppen meldet sich zuverlässig der Magen. Rund um Marktplatz und Schlossplatz gibt es mehrere Cafés und Restaurants mit Außenplätzen. Wer etwas abseits der Plätze sucht: Curry & Pizza Erbach liegt wenige Gehminuten entfernt in der Bahnstraße 24 – auf dem Weg Richtung Bahnhof.

Bei uns arbeiten indische und italienische Küche unter einem Dach: Aus dem Tandoor kommen frisches Naan und Chicken Tikka, aus dem Steinofen knusprige Pizza. Wer es mild mag, ist beim milden Curry richtig; wer Schärfe sucht, sagt einfach Bescheid.

Frisch gebackenes Naan-Brot aus dem Tandoor-Ofen bei Curry und Pizza Erbach

Frisches Naan direkt aus dem Tandoor – wenige Gehminuten vom Schlossplatz entfernt

Du willst noch weiter durch die Stadt und später essen? Dann ruf kurz an oder schreib per WhatsApp – dann steht dein Essen zur Abholung bereit, wenn du vorbeikommst. Wer lieber sitzen bleibt, reserviert einen Tisch. Und wer nicht vor Ort essen möchte, kann unseren Lieferservice nutzen – Liefergebiete und Bedingungen stehen auf der Lieferservice-Seite.

Adresse: Bahnstraße 24, 64711 Erbach im Odenwald (wenige Gehminuten vom Marktplatz, Richtung Bahnhof)
Kontakt: 📞 06062 2659487  ·  📱 WhatsApp 0179 5362077
Öffnungszeiten: Mo, Mi–Fr: 11:00–14:30 & 17:00–22:00 · Sa: 11:00–23:50 · So: 11:30–22:00 · Di: Ruhetag
Fußweg: Route vom Marktplatz in Google Maps öffnen

Häufig gestellte Fragen

Was kann man in der Stadtmitte von Erbach im Odenwald sehen?

In der Erbacher Stadtmitte liegen Marktplatz und Altes Rathaus, das Standbild des Grafen Franz I., der große Schlossplatz mit dem Schloss Erbach und dem 67 Meter hohen Bergfried, das Deutsche Elfenbeinmuseum, die Stadtkirche und die Mümling mit dem alten Wasserrad – alles zu Fuß in wenigen Minuten erreichbar.

Wo sind die schönsten Fotostellen in Erbach?

Beliebte Fotostellen sind der Marktplatz mit dem Alten Rathaus, das Standbild des Grafen Franz I. vor den Fachwerkhäusern, der weite Schlossplatz mit Kopfsteinpflaster, die Brücke über die Mümling mit Blick auf Stadtkirche und Wasserrad sowie der erhöhte Blick von der Bahnstraße über die Dächer zum Bergfried.

Wie alt ist der Bergfried von Schloss Erbach?

Der Bergfried entstand um 1200 und gehört zur mittelalterlichen Burganlage, auf deren Fundamenten das heutige Schloss ab 1736 neu errichtet wurde. Der gotische Turmhelm kam 1497 dazu, die Gesamthöhe beträgt 67 Meter.

Wie lange braucht man für einen Rundgang durch die Stadtmitte?

Die wichtigsten Stationen – Marktplatz, Schlossplatz, Mümlingbrücke und zurück – lassen sich in etwa 30 bis 45 Minuten verbinden. Mit Museumsbesuch, Café-Pause und Fotostopps solltest du eher einen halben Tag einplanen.

Wo kann man in der Stadtmitte von Erbach essen?

Rund um den Marktplatz und den Schlossplatz gibt es mehrere Cafés und Restaurants mit Außenplätzen. Wer etwas abseits des Platzes sucht: Curry & Pizza Erbach liegt wenige Gehminuten entfernt in der Bahnstraße 24 und verbindet indische Currys, Biryani und Tandoor-Gerichte mit italienischer Steinofenpizza und Pasta.

Stadtbummel beendet und hungrig? Wenige Gehminuten weiter wartet frisch gekochtes Essen – indisch oder italienisch.

Quellen: Stadt Erbach – Chronik · Stadt Erbach – Erbach erleben · Deutsches Elfenbeinmuseum · Stadt Erbach – Steckbrief · ergänzend Wikipedia: Schloss Erbach und Wikipedia: Franz I..
Fotos: eigene Aufnahmen, September 2026. Angaben zu Öffnungszeiten, Eintritt und Parkmöglichkeiten ohne Gewähr – bitte vor dem Besuch prüfen.

Mehr entdecken: